Minimalismus – muss das sein?

bezeichnet einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsum­orientierten Überflussgesellschaft sieht. Konsumkritische Menschen versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen. 
- wikipedia

Minimalismus ist schon wirklich lange im Trend.
Ich scrolle durch Instagram und überall entdecke ich #minimalism #nowaste #entschleunigung.

Ja, ich bin auch dafür, dass wir alle so wenig Müll wie möglich produzieren. Dazu gehört eben, dass ich jeden Tag meinen eigenen Thermobecher mitnehme und eben keinen ToGo-Becher kaufe. Spart Geld & Müll! Außerdem packe ich Dinge, die ich einkaufe in meinen Rucksack oder meine Jutebeutel, verzichte also auf Plastiktüten, besonders auch beim Obst und Gemüse. Und trotzdem kaufe ich auch mal Sachen, die in Plastik verpackt sind, besonders wenn es um Kosmetik & Duschsachen geht. Das möchte ich gerne noch verbessern, aber eben dann wenn ich es für mich entschieden habe und nicht weil mein Umfeld das von mir erwartet.

Bei Kleidung ist es bei mir aktuell auch sehr kritisch.
Ich probiere eindeutig weniger einzukaufen, um Geld zu sparen und nicht unnötig viel zu kaufen und somit zu verbrauchen. Ich achte darauf, dass Dinge eher einfarbig sind und dadurch besser zu kombinieren. Gleichzeitig kaufe ich immer mehr Second Hand, aus den gleichen Gründen.
Ich würde sehr gerne fair-produzierte Kleidung kaufen, doch mit Konfektionsgröße 48/50 finde ich nichts, dass mir steht oder dass ich mir leisten könnte.

Das ganze hört sich jetzt sehr toll an, gleichzeitig habe ich dadurch aber sehr viel Stress aktuell. Ich habe dauerhaft das Gefühl, dass ich es nicht gut genug mache.
Ich sortiere meinen Kleiderschrank wöchentlich aus, suche immer mehr Beiträge zu dem Thema und bin doch sehr frustriert, da es z.B. keinen Unverpackt-Laden bei uns in der Stadt gibt, wovon alle Blogs berichten. Es fühlt sich an als würde ich versagen.

Ich möchte mich gerne bessern. Der Umwelt zu liebe und mir.
Denn ich habe das Gefühl, dass wenn ich weniger besitze, weniger in meinem Zimmer rumsteht und -liegt, habe ich auch weniger Verantwortung und deshalb weniger Verpflichtungen. Gleichzeitig sollte mich das Thema aber auch nicht belasten. Da kommt mein Perfektionismus wieder durch. Ich will eben die perfekte Minimalistin sein, doch das geht eben nicht von heute auf morgen und ich glaube auch nicht ohne eigene Wohnung. Deshalb freue ich mich echt mega auf nächstes Jahr, denn sobald ich mein Abitur habe, werde ich ausziehen und meine eigene, kleine Wohnung aufbauen mit ganz wenig Zeug, aber ganz viel Liebe und Bedeutung.

Bis dahin möchte ich euch gerne ein bisschen hier zeigen, was sich so bei mir tut und wie der Minimalismus mir hilft und nicht.
Das alles findet ihr unter dem Tag ‚Minimalismus-versuch‘

So, für mich geht es jetzt ins Bett und morgen nach Kassel auf eine Konferenz.
Gute Nacht!

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2 Kommentare zu „Minimalismus – muss das sein?

  1. hast du mal das Buch von Marie Kondo gelesen? sie hat, denke ich, gute Anregungen für perfektionistische Minimalisten, die noch bei den Eltern wohnen – viel Erfolg weiterhin und nicht vergessen: Minimalismus soll entlasten – und nicht belasten 😉

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    1. Hej 🙂 Ja das Buch kenne ich, habe es selbst aber noch nicht gelesen.
      Es wurde mir jetzt schon oft empfohlen, vielleicht sollte ich es ja mal lesen 😉
      Danke dir für den Tipp!

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