Meine Periode

Hej alle zusammen!

Jap, ihr habt richtig gelesen! Es geht um meine Periode und egal ob du eine Frau*, ein Mann* bist oder dich nicht in das binäre System einordnest, solltest du diesen Beitrag lesen! Warum? Weil das Thema jede*n was angeht & Bildungslücken im 21. Jahrhundert zu diesem Thema nicht mehr bestehen sollten!

Ich hatte meine Periode das erste Mal Ende der 5. Klasse. Damals war ich 11 Jahre alt und vollkommen überfordert. Heute, 8 Jahre später, bin ich ein Profi in Sachen Periode und habe so einige Hygieneprodukte ausprobiert. Darum geht es auch heute.

Angefangen habe ich, wie wahrscheinlich die meisten Mädels*, mit Binden. Denn die Vorstellung mir etwas einzuführen fand ich dann schon sehr befremdlich. Nachdem ich einen Wandertag und einen Strandurlaub mit Binden überstehen musste, wollte ich das nie wieder machen müssen. Die Entscheidung stand fest: Ich wollte Tampons benutzen. Doch wie funktioniert das jetzt genau? Dank den Büchern rund um Sina von Ilona Einwohlt wusste ich zumindest wie es theoretisch funktioniert. Trotzdem brauche es viel Geduld und Zeit bis es alles so saß wie es sollte, ich mich nicht mehr unsicher fühlte und ab dann eben ganz stolz Tampons benutzen konnte.

Anfang 2016 kam dann bei mir ein Umdenken ins Rollen: Tampons sind schon eine echt Belastung: Eine Belastung für meinen Körper wegen der ganzen Chemie die z.B. zum Bleichen eingesetzt wird oder den kleinen Watteresten, die immer in einem drin bleiben. Eine Belastung für die Umwelt, denn pro Tag verbrauchte ich circa 6-8 Tampons, also auch so viele einzelne Plastikverpackungen und eben die Tampons an sich. Eine Belastung für meinen Geldbeutel, die nichtmal eine ganze Periode hält, kostet rund 5€! Ich kam also auf über 70€/Jahr und da sind noch nicht alle Tampons abgezogen, die ich in Handtaschen und Rucksäcken verloren hatte oder an Freudinnen* abgegeben habe.

Es musste also eine neue Lösung her und das war eine Menstruationstasse! Ich begann mich im Internet darüber zu informieren und stellte dann im August 2016 auf die Menstruationstasse von RubyCup um. Mir war einerseits die Produktion wichtig, gleichzeitig aber auch, dass ich damit etwas in der Aufklärung bewegen kann. RubyCup verteilt in Afrika Cups an junge Mädchen, erklärt doch eben auch Schulen immer wieder wie es funktioniert und fördert dadurch einerseits den Bildungsstandard unter Mädels*, da diese oftmals nicht zur Schule gehen wenn sie* ihre Periode haben, da Hygieneprodukte zu teuer sind und bekämpfen auch Prostitution für Hygieneartikel. Du glaubt mir nicht? Ich wollte es auch erst nicht glauben, aber die Doku von Victoria van Violence hat mir die Augen geöffnet und mich auch diesen Beitrag hier stark inspiriert!

In der Reportage geht es auch darum, wie teuer Hygieneprodukte in Deutschland sind und wie Frauen* darunter leiden.

Bis Anfang 2019 habe ich dann den RubyCup benutzt und hätte ihn auch gerne noch weiter benutzt, doch habe ihn leider verloren. Dennoch habe ich circa 200€ gespart! Da ich jetzt dringend eine neue Tasse brauchte, entschied ich mich für die von einhorn.
Warum diese?
Ich verfolge tatsächlich das Thema Periode bei Einhorn seit dem ersten Tag, denn eigentlich stellt einhorn vegane Kondome her. Doch auf Instagram fing eine neue Idee von einhorn an: Das Thema Periode. Schnell stellte sich heraus, dass nicht nur die Nachfrage nach Binden und Tampons besteht, sondern auch nach Menstruationstassen. Vor ein paar Wochen sind die Produkte dann in den Verkauf gegangen und ich war fast traurig keinen Anlass zu haben mir eine Tasse von einhorn zuzulegen. Da kam der Verlust meiner RubyCup fast wie gerufen. Jetzt wahrscheinlich die Frage: Was ist denn bitte sooooo cool an dieser Tasse?

Erst einmal wie sie daher kommt:

Processed with VSCO with kp5 preset

Dann das Design:

(Bilder von einhorn)

Auf der Tasse selbst steht „Die Erde ist eine Scheide“ und das Säckchen sowie die Sticker dazu sind meeeeega cool! Und natürlich weil die Produktion in Deutschland stattfinden und mit meinem Geld super umgegangen wird und ich das Unternehmen unterstützen möchte. Zu guter letzt dann auch, weil Cordelia den Instagram-Account und die Erklär-Videos so super gestaltet!

Wobei wir nun auch schon beim heiklen Teil der Menstruationstasse wären: Wie funktioniert das ganze denn?

Also: Die Tasse fängt bis zu 12h lang das Blut auf. Dann wird die Tasse entnommen, ausgeleert, kurz ausgewischt oder gespült und wieder eingesetzt. Wie wird das ganze eingesetzt? Ich falte meine Tasse immer zum C zusammen, knicke dafür die eine Seite in die andere. (Also Cordelia erklärt das besser 😀 ) Ja, es benötigt ein wenig Übung. Ja ich war schon an dem Moment wo ich dachte, dass das Ding nie wieder aus mir rauskommt. Aber ehrlich: Ich habe auch schon einen Tampon in mir verloren, weil die Schnur abgerissen ist und hatte schon einige Blutflecken in Hosen weil der Tampon nicht mehr gehalten hat. Das habe ich mit der Tasse noch nie erlebt, denn morgens und abends wechseln braucht nicht extra Zeiten, sondern 2x am Tag gehe ich sicher auf Toilette.
Wichtig für mich war jetzt noch, dass ich den Stiel gekürzt habe (wie auch im Video gezeigt wird), da ich ihn sonst gespürt habe.

Mein Fazit: Der Cup spart mir Geld, nimmt mir einiges an Stress weg und schont die Umwelt. Ich kann mir tatsächlich nicht mehr vorstellen ohne meinen Cup zu leben und möchte jeder Frau* ans Herz legen es mal auszuprobieren. Und ja, 25€ scheinen viel, es gibt aber auch schon welche ab 10€ bei DM, fangt vielleicht damit an.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig in das Thema einführen (haha einführen 😀 )
Falls ihr Lust bekommen habt mehr zu dem Thema zu lesen, schaut mal bei einhorn-periode oder Victoria van Violence vorbei.

Feedback und Fragen können natürlich wie immer in die Kommentare!

Eine schöne Restwoche!
1

 

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Die Werbung ist unbeauftragt, Produkte wurden selbst gekauft.

 

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2 Kommentare zu „Meine Periode

  1. Hej,

    Interessanter Beitrag auf jeden Fall.
    Meine Frage diesbezüglich wäre: Ist es beim Reinigen der Tasse nicht ekelhaft, mit dem ganzen Blut und Schleim in Kontakt zu kommen? Also nach 12 Stunden ist das ja schon einiges, oder?
    Ich weiß, dass wir Frauen ja auch bei Binden und OBs damit in Kontakt kommen, aber ich stelle es mir bei einer Menstruationstasse schon ein wenig ekelig bzw. merkwürdig vor.

    Grüßle

    Gefällt mir

    1. Hej 🙂

      Also es sind nach 12h etwa 7-10ml, was nichtmal ein Esslöffel ist zum vergleich.
      Und ich komme damit kaum in Kontakt, denn (wie im Video erklärt) entnimmt man die Tasse von unten, es läuft nichts vorbei, dann dreht man sie um und alles läuft von alleine heraus. Dann spüle ich es unter dem Wasser aus und setze sie wieder ein.
      Ich glaube, dass ich beim verwenden von OBs mehr mit meinem Blut in Kontakt gekommen bin als mit dem Cup.
      Und ja, natürlich kommt es mal vor, dass ich doch was an den Finger bekomme, aber da appelliere ich eben auch an ein allgemeines Gefühl für seinen Körper: Da ist nichts schlimmes bei, wasch dir die Hände und vorbei 😉

      Ich hoffe ich konnte deine Frage ausreichend beantworten 🙂
      Lieben Gruß
      Calin

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